Na, ich weiß ja nicht, ob die Spanier recht hatten. Als die hier ankamen, fanden sie kein Gold, keine Gewürzpflanzen, nicht mal fruchtbares Land. Über 100 Jahre blieben sie, voll Hoffnung, dass sich irgendwann doch noch ein Nutzen offenbaren würde. Nix wars. Sie verließen Curaçao und Bonaire und gaben ihnen den Namen "Isla Inútil", nutzlose Insel.
Damit sich der Trip zu den ABCs auch lohnt, mussten ja schon zwei der Inseln sein. Curaçaos Hauptstadt Willemstad hat mich schon sehr beeindruckt mit der ganzen Streetart an jeder Ecke, aber natürlich wollte ich auch noch anderes sehen.
Bonaire klingt wie "buen aire", das heißt auf Spanisch "gute Luft". Man geht aber eher davon aus, dass sich der Name der kleinsten der niederländischen Antillen von einem amero-indianischen Wort für "flaches Land" abgeleitet hat.
Die Anreise nach Panama war erstmal das aufregendste der ganzen bisherigen Reise. Von Bonaire muss man über Curaçao fliegen, dort Gepäck abholen und wieder neu einchecken. Aber das war ja eigentlich kein Problem.
Panama City ließ ich schnell hinter mir und flog weiter Richtung Westen immer an der Karibikküste entlang, über den Panamakanal und dichten Urwald, bis sich das Gestrüpp lichtete und an seiner statt knallblaue Buchten mit Inseln drin verteilt zu erkennen waren.
Mit täglichen Spanischstunden bis mittags verpasste ich alle offiziellen Ausflüge, sodass ich hauptsächlich alleine und mit dem Wassertaxi unterwegs war. Am Samstag war der eine freie Tag, bevor ich Sonntag Mittag wieder abreisen sollte.
Ein bisschen Action musste ja noch sein neben dem Spanischlernen und in-der-Hängematte-hängen. Sprachschule und Gastschwester halfen, um nicht wieder nur allein unterwegs zu sein.
Die Osa-Halbinsel mit dem Corcovado-Nationalpark gilt als artenreichste Ecke Costa Ricas. Auf ihre endemischen Pflanzen- und Tierarten sind sie hier besonders stolz und Umweltschutz wird groß geschrieben. Oder wenigstens sehr viel größer als in Panama, hab ich das Gefühl.