Leben am Wasser

So ein Leben auf dem Wasser ist schon was nettes – so viele neue Küsten und neue Orte, so viele nette Menschen und beeindruckende Natur, irgendwie macht Wasser alles schöner. Ich bin ja auch absolut kein Bergmensch, sondern fühle mich sehr viel wohler wenn ich weiß, dass Meer in der Nähe ist. Und das ist es hier natürlich immer.

der vielleicht  (aber vielleicht auch nicht) kleinste und mickrigste Kreuzfahrtanleger der Karibik in Samaná
der vielleicht (aber vielleicht auch nicht) kleinste und mickrigste Kreuzfahrtanleger der Karibik in Samaná

Mit unserer Luna kommen wir an diversen Häfen vorbei und jeder Hafen ist ein bisschen speziell auf seine ganz eigene Art und Weise: in Cozumel gilt das Motto Hauptsache-den-Amis-gefällts, in Belize weigern sie sich, mehr als 2 Schiffe gleichzeitig auf Reede zu haben, in Cayman ist alles schicki-micki und super-einfach, in St Kitts und St Maarten sieht es irgendwie gleich aus und in Samaná gibt es nur einen winzigen Holzsteg als „Cruise Terminal“. Von der Prima-Route kenne ich die Industriehäfen, wo so gar nichts los ist und die Wege irgendwohin immer unglaublich lang sind. Die schönsten Häfen sind in meinen Augen die, wo man vom Schiff oder Tenderboot steigt und sofort merkt „Ja, hier bin ich in xy!“ Wenn die Palmen an der Pier stehen und neben dem Anleger die verranzten Fischerbötchen voll sitzen mit Pelikanen, die die Trompetenfische beobachten. Dann weiß ich, ich bin in der Karibik und das ist doch eigentlich alles, was zählt.

 

Pool-Wasser vor Grand Cayman
Pool-Wasser vor Grand Cayman

Je cooler der Hafen ist, desto glücklicher bin ich schon am Morgen. Wenn ich morgens erst mal fünf Gruppen die 600m-Pier in Mexiko entlang zu den Bussen bringen muss, da ist doch irgendwie klar, dass man eigentlich am liebsten gleich wieder ins Bett will. Aber das Wasser ist überall grandios schön türkis. Das ist schon ein bisschen abnormal und sieht aus wie wenn man ein Schwimmbad aus dem Flugzeug sieht, überall knallhellblau und glitzernd – Wahnsinn!
Und das schönste dran: weil wir so nah am Wasser sind, gibt es soo viele Ausflüge, die auch nah am Wasser sind. Bootsfahrten die Flussmündungen rauf, Badeausflug zum Strand, Katamaranfahrt vor der Küste, U-Boote, Halb-U-Boote, Schnellboot selber fahren, Schnorcheln, …

 

Life is better in Blue!
Life is better in Blue!

Und das beste war ja kurz vor unserer Trans-Atlantik-Reise: Activities-Manager Ole und seine Taucher haben es mir ermöglicht, wenigstens einmal mit zum Tauchen zu kommen. Und so ging es vor St Maarten auf 20 Meter runter zu einem alten Biertransporter, der kurz vor dem Anlegen leider abgesoffen ist, und wo noch in der selben Nacht das gesamte Bier mysteriöserweise verschwand – denn alle, die tauchen konnten, haben sich natürlich sofort in die Fluten gestürzt um das arme Bier zu retten und alle Beweise zu vernichten. Weil da mitten auf dem platten Sandboden jetzt so ein schöner Klotz liegt, kommen die ganzen Fische um sich vor der Strömung zu verstecken, keiner stört sie da und so werden die Hummer bis zu einem Meter lang, die Barracudas chillen in den Löchern ohne sich irgendwie nerven zu lassen, Meeresschildkröten kommen ab und an um das Seegras zu knabbern und zwei-Meter-Adlerrohen spielen Flugzeugträger mit kleinen Fischlies. Haie gibt es auch, die tun auch nichts, sind aber sehr neugierig, wer da so vor sich hinblubbert. Wahnsinn!

 

Und mit dem letzten Mal St Maarten waren wir auch schon fast soweit für die Trans-Atlantik-Reise – sechs Seetage und ein paar coole neue Häfen und dann sind wir schon fast wieder zurück in Europa!

 

 

 

 


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Kommentare: 1
  • #1

    Sonja Widmaier (Samstag, 22 April 2017 09:43)

    Heureka! Was für ein BLAU!!! Viele schöne Stunden weiterhin!